Wir bauen eine neue Welt und Jeder gibt dort selbst den Held
Und keiner der sich leise fragt, ob irgendwo ein Zweifel nagt?
LOCAL HEROES stellt Menschen vor, die anders sind, als die Anderen
“I did my best to notice …
when the car came down the line -
up to the platform of surrender …
I was brought but I was kind -
Just sometimes I get nervous …
when I see an open door…< "
Was fast genau so klingt wie der Songtext aus der neuesten Single von “The Killers”, könnte so auch der Mann am Bahnsteig gesagt haben, als er seinem Zug hinterher blickt, den er gerade verpasst hat. -
Oder der Mann, der auf den Schienen stand, bevor ihn die Straßenbahn überfuhr.
Weil ihm Niemand gesagt hatte, er solle da weg gehen, musste er dort warten, bis der Tod ihn überrascht.
“Close your eyes;
Clear your heart …”
Worauf wollen wir hinaus?
In der Welt von Heute achtet eigentlich Keiner mehr auf seine Umwelt und … was wohl noch deutlich schlimmer ist, auf seine Mitmenschen.
Sich um seine eigenen Sachen zu kümmern ist für Viele zum roten Faden ihres Lebens geworden, Hilfsbereitschaft ist inzwischen ebenso selten wie die Bereitschaft zum Mitdenken.
Helden denken mit
Als aufmerksame Zeugen dieser Zeit… – als ambitionierte Beobachter und Amateur-Redakteure…? – als ein Projekt, in dem mit einigen behinderten Mitwirkenden an der Spitze noch viel mehr als irgendwo anders ein offener und aufgeschlossener Geist gefragt ist, vergeben wir dieses Jahr zum ersten Mal den “LOCAL HEROES Award”
Gute Kontakte
Zunächst starten die “LOCAL HEROES” in zwei Katigorien:
Best Contacts mit den vielversprechendsten neuen Bekanntschaften … den Menschen also, von denen wir sagen, sie sind anders als die Anderen, weil sie mehr tun als die breite Masse – weil sie mitdenken und Einem nicht umgehend eine Rechnung dafür stellen.
In der Katigorie Best Vision nominieren wir demnächst die Personen/Gruppe mit den besten Gemeinschaftsideen, denn auch hier ist Toleranz und auch ein wenig Opferbereitschaft manchmal von essenzieller Wichtigkeit.
And the winner is…
Und als erste Preisträgerin erhält Josefine W. den “LOCAL HEROES” Button in der Katigorie Best Contact für den Bezirk Berlin.
Sie hat sich in ganz erstaunlicher und absolut vorbildlicher Weise für Gleichbehandlung und Integration behinderter Menschen an der FU Berlin Freie Universität Berlin eingesetzt.
Dabei hat sie gezeigt, dass Hilfsbereitschaft und Unterstützung nicht notwendigerweise unter buchstäblicher “Inkaufnahme” vgl. CWO-Projekt Arizona zu bekommen ist.
Roman dazu in seiner KeyNote für ITB:
“…Als ich Josefine nämlich das erste Mal begegnete, glaubte ich nicht sie noch mal wieder zu sehen…
Umso überraschter war ich dann, als ich ihre aufmerksame und hilfsbereite Art erkannte.
Hier haben wir nämlich das lebende Beispiel für das, was wir ständich so verzweifelt suchen und viel zu selten finden:
Das Mitdenken Können – Josefine … habe vielen herzlichen Dank und bleib so.”
Auch einen weiteren positiven Aspekt möchten wir nicht unerwähnt lassen, dessen genaue Relevanz aber möglicherweise nur mit dem Projekt und seinen Eigenarten Vertraute erkennen.
Nochmal Roman: “Während meiner ersten Tage auf der Uni musste ich recht oft auf den guten Willen meiner Mitstudenten wetten. . . und habe auch durchaus verloren ab und zu -
Zu sehr mit sich selbst beschäftigt und völlig überfordert, wenn sie Jemand um etwas bittet, so wirkten die aller Meisten um mich her. Euch wird dann auch kaum verwundern, dass immer wenn ich auf Josefines Hilfsangebote zurückkommen musste, eine erbarmungslose CreditClock vor meinem inneren Auge zu ticken begann. Daher freue ich mich besonders, dass dieses Thema bislang keine Relevanz für mich bekam.”
Bei dem, worauf er hier in etwas verbogener Form anspielt, dürfte es sich um Arizona handeln, den Versuch von CWO also, durch gezielte Subventionierung der beteiligten Schlüsselpersonen das Zusammenleben zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten zu vereinfachen.
Ein Großteil der Arizona-Unterlagen wurde noch immer nicht der Allgemeinheit anvertraut, daher darf hier nur als Erklärung stehen, dass hierbei anhand eines minuziös ausgeklügelten Konzepts bestimmten für eben dieses reibungslose Zusammenleben bzw. die “soziale Teilhabe” entscheidenden Personen eine gewisse finanzielle Aufwandsentschädigung zukommt, auf eine nicht näher zu spezifizierende Weise und aufgebracht aus einem von den Projektfinanzen abgezweigtem Sonderhaushalt.
Wie genau über die Vergabe entschieden wird, geschweigedenn wieviel Arizona-Subventionen bereits ausgeschüttet wurden, darf noch immer nicht erwähnt werden.
Lediglich dass es sich um einen “vielversprechenden Ansatz” handelt, ist der einzigen Äußerung nach dem Sunrise im Sommer zu entnehmen.
Fazit
Die erste Verleihung des “LOCAL HEROES” bedeutet ein positives, überaus motivierendes Fazit mit Signalwirkung für uns Alle.
Im Interview
Wir haben ein kurzes Interview mit der Preisträgerin geführt, das ihr jetzt hier hören könnt.
Ich muss mich für die schlechte Qualität entschuldigen – ich habe die Aufnahme mit einem N95 bei Starbucks gemacht.
Um das Interview zu hören, muss das Quicktime-Plugin auf eurem Rechner installiert sein.




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