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Unterdessen können wir uns einer weiteren Frage stellen - Welche Bedeutung hat ein solcher Fortschritt für unsere Einstellung zum Leben und zum Kinderkriegen?
Die Befragung zum Thema - erarbeitet von NETWORK\'s RESEARCH\"
In Kürze hier bei ITB im Bereich Labs


Nicht nur die Studenten protestieren in diesen Tagen gegen Defizite im Bildungswesen.
Auch Schüler haben sich bundesweit zu Protestkundgebungen zusammengefunden, auf denen sie lautstark für eine bessere Schulbildung eintreten. – zum Teil wesentlich engagierter als die Studentenschaft.

Dortmund – Mehr als 5000 Schüler im Bildungsstreik


Ab 10 Uhr fanden sich heute im gesamten Bundesgebiet Schüler und Studenten zu Demonstrationen für ein offeneres, faires Bildungssystem zusammen, doch man hat den Anschein, als wären vielerorts die Schüler wesentlich motivierter bei der Sache als viele Studenten.

Foto - Streikende Schüler

Foto – Streikende Schüler


Foto - Streikende Schüler

Foto – Streikende Schüler

In Dortmund kamen am Mittwoch mehr als 5000 Schüler zu einer Kundgebung.
Viele von ihnen hatten zuvor den Marsch vom Dortmunder Hauptbahnhof bis zum Friedensplatz mitgemacht.
Eine von ihnen ist Alissa, 19 Jahre alt. Nächstes Jahr macht sie ihr Abitur.
Alissa erfuhr vom geplanten Protest über einen Mitschüler aus der Bezirks-Schülervertretung, die die Veranstaltung mit organisiert hatte.

Ihr Eindruck: Bis auf vereinzelte technische Schwierigkeiten war die Demo ganz gut organisiert und wirkte alles in allem ziemlich laut und lebendig.

Foto - Abschlusskundgebung in Dortmund

Foto – Abschlusskundgebung in Dortmund

Wofür die Studenten eintreten haben wir in den letzten Tagen mehrfach beleuchtet, aber was fordern die Schüler?

Schüler gegen Lehrermangel?

Beseitigung des Lehrermangels, zählt Alissa auf -
Weniger Leistungsdruck, kleinere Klassen, gerechteren Zugang zu höheren Schulen. . . – und natürlich auch “Abschaffung der Studiengebühren, wo sie bereits eingeführt wurden,” denn man denkt ja auch an seine eigene Zukunft.

Schüler streiken für mehr Unterricht?
Auf den ersten Blick wohl kaum zu glauben – auf den zweiten Blick jedoch nur zu verständlich.
Immer größere Klassen, die von immer weniger Lehrern betreut werden, sich häufende Unterrichtsausfälle und eine stetige Straffung des Unterrichtsstoffs, der nach Turboabi und dem schlechten Abschneiden in diversen Bildungsstudien schon kaum noch zu bewältigen ist, das sind für viele Schüler deutliche Zeichen, dass etwas am System nicht stimmt.

Ziele umstritten

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Doch längst nicht Alle, die in Dortmund mitmarschiert sind, teilen alle Streikpunkte.
„Ich kann nicht gerade sagen, dass ich für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems bin,“ meint Alissa zweifelnd.
„Ich bin auf dem Gymnasium. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass wir da mit all den Hauptschülern zusammen kämen. . . – und wie sollten denn dann erst Alle richtig gefördert und betreut werden?“
Und nach einer Weile, „Naja, ich hab auch Freunde auf Realschulen. – Hm, Zumindest würde es seine Zeit brauchen.“
Befragt nach ihrer Meinung zu den Erfolgsaussichten der Streikenden meint sie: „Wir haben schon gut Präsenz gezeigt. Damit haben wir sicher Aufmerksamkeit erregt und ein Zeichen gesetzt, dass es uns nicht nur um einen Tag Schulfrei ging.“

Medienecho

Die Proteste von Schülern und Studenten erhalten derzeit ein vielstimmiges Echo in der deutschen Medienlandschaft.
Hier nun einige Auszüge:

  1. Der Westen: Dortmunder Schüler verwüsten Rathaus
  2. Münstersche Zeitung: Schüler und Studenten in NRW streiken
  3. AFP: Massenproteste von Schülern und Studenten in ganz Deutschland

Und auch eine Meldung aus der digitalen Pressemappe der Dortmunder Polizei wollen wir euch zeigen.
POL-DO: Schülerdemonstration in der Dortmunder Innenstadt

Mit Material von ITB, PICTURE GROUP und X-WORK

Von ITB Research, Juni 18, 2009, 04:07 Uhr

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