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Wie viel ist unsere Bequemlichkeit wert?

Die moderne Medizin ermöglicht es inzwischen mittels spezieller Untersuchungen einer werdenden Mutter die wohl wichtigste Frage überhaupt zu beantworten. - Wird mein Kind gesund sein
Unterdessen können wir uns einer weiteren Frage stellen - Welche Bedeutung hat ein solcher Fortschritt für unsere Einstellung zum Leben und zum Kinderkriegen?
Die Befragung zum Thema - erarbeitet von NETWORK\'s RESEARCH\"
In Kürze hier bei ITB im Bereich Labs


Präsidialdiktatur oder demokratische Hochschule?

” Wer entscheidet eigentlich wie wir studieren?
Im Bildungsstreik kämpfen wir nicht nur für mehr öffentliche Gelder für die
Bildung, wir wollen mitreden wie und was an unserer Uni studiert und
geforscht wird.”

Mit diesen Worten hatten die streikenden Studenten ihre Komilitonen zu einer Diskussion über die Zukunft des Hochschulsystems in das besetzte Otto-Suhr-Institut eingeladen.
Auf dem Podium standen dabei u.A. Prof. Dr. Hajo Funke und Prof. Bodo Zeuner, der seine Abschiedsvorlesung 2007 unter dem Titel “Die FU vor dem Börsengang” hielt.
Seitens der Politik war Anja Schillhanek erschienen.
Anja Schillhanek bei kandidatenwatch.de
Diskussionspunkte waren die Entdemokratisierung auf dem Bildungssektor und die finanzielle Umverteilung der Zuschüsse für die Hochschulen.

Foto - Leerer Hörsaal

Foto – Leerer Hörsaal


Überweltigender Andrang
Man kann leider nicht von einer bahnbrechend mitreißenden Veranstaltung sprechen.
Der Hörsaal war auch nach Beginn der Veranstaltung weit davon entfernt aus den Näten zu platzen.
Die erschienenen Studenten wirkten alles in allem eher passiv und teilnahmslos, allenfalls aber mäßig neugierig.

Wir haben das Geld nicht
Die Diskussion entwickelte sich schnell zu einer nüchternen Bestandsaufnahme der allgemeinen Situation, leitete dann über zu einer Darstellung durch die Vertreter von Studenten, Dozenten und der Politik und konnte auch durch die unmissverständliche Botschaft der erschienenen Politikvertreter bzgl. der katastrophalen Finanzlage der Stadt Berlin keinen nennenswerten Zuwachs an Dynamik gewinnen. – Im Gegenteil!
Die Ansage, dass die Stadt Berlin täglich ca sechs Millionen Euro an ihre Gläubiger zu zahlen hätte und schlicht nicht in der Lage sei weitere Finanzmittel für Bildungsprojekte einzusetzen, und dass man die bereits zugesagten Fördermengen für vielleicht nicht optimal, aber in jedem Fall ausreichend halte, machte die Hilflosigkeit aller Parteien überdeutlich.
Auf den knackigsten gemeinsamen Nenner brachten es einige wenige Zitate wie etwa “Wenn der Klügere nachgibt, regieren die Idioten” oder “Man kann sich die Menschen nicht backen!”

Fazit
Mehr und mehr scheint sich eine gewisse Macht- und Ziellosigkeit der Streikbewegung von 2009 abzuzeichnen.
Entweder fehlt es an geeigneten Vorschlägen zur Neuordnung, oder die Vorschläge sind zwar vorhanden, aber die Protagonisten haben irgendwo auf ihrem Weg in die Arena ihren Dolch verlegt.

Mit Material von ITB Research und PICTURE GROUP

Von ITB Research, Juni 17, 2009, 21:24 Uhr

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