Es werden immer mehr – ProvoKids- und Jugendliche überfluten das Land und nehmen auf nichts mehr Rücksicht; Einbildung oder Wirklichkeit?
Sonntag Nachmittag – Die Bundesligaparty Bielefeld/Bremen ist mehr als gut besucht.
Irgendwo im Zuschauermeer fangen einige höchstens 15-jährige Mädchen an zwei vor ihnen stehende Besucher zu belästigen.
Höhnische, zum Teil beleidigende Worte werden gerufen. Die beiden Opfer reagieren mit Recht verärgert, bleiben aber ruhig.
Beide sind INTO THE BLUE-Reporter, – Die Situation motiviert sie zu folgendem Beitrag.
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Foto – CWO PICTURES
Bielefeld – Dass es bei Massenveranstaltungen – Fußballspielen ganz besonders – quasi ganz automatisch schnell zu einer drastischen Verschärfung des Umgangstons, sowie des ganzen Verhaltens kommt, ist wirklich nichts neues.
Darauf liegt der Schwerpunkt hier auch keinesfalls. Niemand wird sich ernstlich über das Bild wundern, das eine Horde angetrunkener Fans auf dem Weg zum- und dem Weg vom Stadion bietet. Man meidet diese Aufläufe einfach. Wer selbst Fan oder Zuschauer ist, der tut gut daran sich in nichts einzumischen, immer ja zu sagen und niemanden zu ärgern.
Aber genau das scheinen mehr und mehr Menschen mit Vorliebe zu tun.
Als wir uns plötzlich wüster Beleidigungen und Betitelungen der allerliebsten Art ausgesetzt sahen, war ich zunächst etwas überrascht. Waren wir irgend jemandem in die Quere gekommen oder unbewusst auf die Nerven gegangen?
Kurzes Nachdenken. . . nein, kann eigentlich nicht sein.
Das ganze wird umso absurder, als die Autoren dieser Nettigkeiten allerhöchstens in die achte Klasse gehen konnten.
Ohne Grund – völlig ohne Zusammenhang wird meine Kollegen wegen ihrer Frisur angepöbelt – Minutenlang – immer wieder -
Warum gehe ich hin und versuche Andere mal eben die Stufen runter zu schupsen?
Einzelfall oder neuer Standard?
Immer öfter erreichen uns Erlebnisberichte oder Statistiken, die bekräftigen, dass die Rücksichtnahme auf andere Menschen unter Jugendlichen bis 18 Jahren nicht sehr hoch im Kurs steht.
Stattdessen gilt es als normal, wenn Jeder grundsätzlich genau das tut, was ihm gerade so einfällt. Ob das “OK” ist, ob es Andere stört, belästigt oder sonst irgendwie betrifft… – unwichtig; “Wayne”…”reingehaun; drauf geschissen…”
Zusammenhänge?
Freunde der Statistik behaupten nun, dieses Vorurteil, denn so nennen wir diese Annahme erst ein mal, treffe nun besonders gut auf eben Jene zu, die von der sich beschleunigenden Wandlung der Gesellschaft als Erste abgehängt wurden.
Die beiden Girlys im Stadion waren Realschülerinnen. Ich hatte nicht den Eindruck hier besonders perspektivlose Gesprächspartner zu haben. Im Laufe des Spiels kamen öfter mal ein paar vernünftige Dialoge zustande.
Fazit
Wenn eine Mehrheit der Befragten eine steigende Selbstbezogenheit der Jugend auszumachen glaubt, so lässt sich dies als Faktum werden.
Über die Ursachen oder treibenden Faktoren hinter diesem Faktum aber muss weiter sorgfältig nachgedacht werden.
Dauerhaft hinzunehmen sind die Konsequenzen aber nicht. Jeder einzelne Betroffene tut sicher nichts unrechtes, wenn er sich mit allem nötigen Nachdruck solcher Auswirkungen erwehrt.
Mit Material von CWO PICTURES


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