
Willkommen beim IFA-Special von CHRONOWORKS.
In diesem Beitrag möchten wir Allen, die dieses Jahr nicht in Berlin waren, kurz die wichtigsten Trends und Eindrücke vermitteln, die wir auf dieser IFA hatten, sowie das in unseren Augen wesentliche knapp zusammenfassen.

Gleich vorweg: Die Fokussierung auf immer riesigere Fernseher und Leinwände und der restlichen Produktfamilie “Heimkino und Wohnzimmer-Technikspielereien” setzt sich weiter fort und wird, wenn möglich, sogar noch gesteigert.
Anmerkung: Dies ist kein objektiver Bericht – nicht nur zumindest.
Alle etablierten Hersteller von Giga-Flatscreens waren wieder dabei und versuchen mit immer höheren Auflösungen und Bildschirmdiagonalen zu überzeugen.

Die zahlreichen Events und Liveacts haben erneut lärmende Menschenmassen angelockt, die die Atmosphäre in den Messehallen teils wieder zur entnervenden Geräuschhölle mutieren ließen, aus der man möglichst schnell wieder verschwindet.
Aber die Messeveranstalter haben ihr erklärtes Ziel wieder mehr Fachbesucher auf die IFA zu bekommen zumindest insoweit im Auge behalten, als sie ausreichend Bereiche für das Consumerpublikum sperrten, sodass es genug Möglichkeiten für Verhandlungen und Ähnliches gegeben haben muss.

Wir wollen uns bewusst kurz fassen mit diesem Abriss, also beschränke ich mich auf das mir am interessantesten Erscheinende – und dazu gehört auch die weiter steigende Bedeutung von VOIP, der Internettelefonie über das SIP-Protokoll.
Das VOIP-Telefon All 7960 der Firma AllNet habe ich auf der Messe getestet. Die Sprachqualität meiner Verbindung ins Mobilfunknetz war erfreulich gut, wenn auch völlig klar ist, dass dem Messestand eine weit bessere Anbindung als den meisten Haushalten zur Verfügung stand. Das Telefoniergefühl war positiv, die sonstigen Funktionen bleiben im Rahmen eines normalen ISDN-Geräts.
Ärgerlich: Das Telefon kann nur via PC konfiguriert werden, der Einsatz in abgelegenen Gebieten ohne Laptop im Gepäck fällt also aus.

Wie nicht anders zu erwarten war die IFA auch ein Schlachtfeld der um die DVD-Nachfolge Kriegführenden Parteien.
Toshiba brachte sein Meganotebook, das eigentlich eher ein tragbarer Desktop ist, natürlich mit HDDVD-Laufwerk heraus. Ansonsten hat es alles, was vorallem Multimediafreaks so brauchen: 400 GB SATA-Festplatte, 2 GB RAM und das Beste, was es an Core2 Duo- und Grafikprozessoren zur Zeit so gibt.
Überraschender dagegen sind die Smartphone-Neuvorstellungen von Toshiba:
Der Hightech-Multi hat mit dem portégé G900 ein solide wirkendes Modell mit Windows Mobile an den Start gebracht.
Dass die Typenbezeichnung wegen der Ähnlichkeit des Markenbegriffs zur High-End-Businessreihe der Notebooks iritierend wirkt ist zu verschmerzen, die Trägheit der Telefonanwendungen ist dem Microsoft-System geschuldet, ansonsten ist das Smartphone mit UMTS inkl. HSDPa sowie EDGE und WLAN für alle Verbindungswege gerüstet und somit weltweit gut einsetzbar.
Es verfügt neben der 2 Megapixxel-Hauptkamera auch noch über ein VGA-Objektiv für Videokonferenz, der Multimediaplayer spielt alle gängigen Formate und noch einige mehr.
Alles in allem eine ziemlich gelungen wirkende Sache.

Ähnliche Laptop-Ungeheuer wie von Toshiba sieht man auch bei MSI.
Abgesehen davon, dass ich selbst an so einer Maschine wegen der unglaublich sperrigen und unhandlichen Abmessungen nie gern arbeiten würde, und diese Spezialisten auch sonst in vieler Hinsicht unpraktisch sind, hat MSI an moderner Ausstattung so ziemlich alles hineingesteckt, was es auf dem Markt so gibt. Leider kann ich nicht beurteilen, wie gut das Endprodukt gelungen ist.

Auch LG drängt in den Handymarkt, hier ist jedoch mein Eindruck, dass sie eher bei den Laptops bleiben sollten.
Die sind vielleicht nicht immer erste Wahl, aber die Handys haben meiner Auffassung nach keine große Kariere vor sich. Dazu fehlen ihnen zu viele wichtige Features wie Datendienste oder Verbindungswege. Die LG-Handyserie wirkte aber gut verarbeitet und vom Layout stabil und fesch, für weniger anspruchsvoller Nutzer also vielleicht doch einen Blick wert.

Nicht jeder große Handyhersteller war selbst auf der IFA präsent. Das neue Business-Smartphone von Nokia haben wir beispielsweise nur am Stand eines Netzbetreibers gesehen.
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Das E90 ist der Nachfolger des letzten Communicators 9500.
Ich möchte auf ausführliche Beschreibungen verzichten, ebenso bei den vom kanadischen BlackBerry-Herstellers “Research in Motion”.
Das E90, sowie der BlackBerry 8800 wurden bereits ausführlich in verschiedenen Zeitschriften wie z.B. der cT vorgestellt und diskutiert. Ich möchte lediglich anmerken, dass ich beide Geräte auf ihrem angestammten Anwendungsgebiet für absolute Könner halte.

Am ausgereiftesten und best ausgestattesten erschienen uns die Notebooks von Toshiba und Sony. Beide Firmen bauen gute Rechner, müssen jedoch weiter an ihren spezifischen Baustellen arbeiten (Toshiba beispielsweise am Problem die Laptops oft mit Features zu überladen und so Fehleranfälligkeit und Akkulaufzeiten gefährlich weit in die jeweils falsche Richtung zu drücken)
Einige andere große Hersteller von Computer- und Unterhaltungshardware waren nicht selbst auf der Messe anwesend, jedoch durch ihre Produkte und deren Bewerbung dennoch präsent.
Positiv ins Auge stach die subjektiv gestiegene Freundlichkeit und Kompetenz des Standpersonals. Die Mitarbeiter waren durchgängig nett, und wenn sie Details nicht wussten, war ihnen zumindest bekannt, wer von ihren Kollegen helfen konnte – ein Umstand, der auf vergangenen IFAs und CEBITs oft für Ärger und böse Kommentare gesorgt hatte.
Lediglich der T-Home-Stand fiel teilweise negativ auf: Während die technische Spezialistin uns bereitwillig Auskunft und Erklärungen gab, wirkte die Mitarbeiterin im Verkauf inkompetent, unflexibel bei ungewohnten Fragen und maßlos überfordert – ein Minuspunkt im Auftritt des rosa Riesens, der doch momentan um jeden Kunden kämpfen sollte.
Fazit:

Weltverändernde Neuerungen gab es auch dieses Jahr noch nicht, aber die digitalen Selbstverständlichkeiten technischer Errungenschaften von morgen halten weiter Einzug in unseren Alltag.




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