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Wie viel ist unsere Bequemlichkeit wert?

Die moderne Medizin ermöglicht es inzwischen mittels spezieller Untersuchungen einer werdenden Mutter die wohl wichtigste Frage überhaupt zu beantworten. - Wird mein Kind gesund sein
Unterdessen können wir uns einer weiteren Frage stellen - Welche Bedeutung hat ein solcher Fortschritt für unsere Einstellung zum Leben und zum Kinderkriegen?
Die Befragung zum Thema - erarbeitet von NETWORK\'s RESEARCH\"
In Kürze hier bei ITB im Bereich Labs


Vergangene Woche kämpften bundesweit tausende Schüler und Studenten für Änderungen auf dem Bildungssektor.
ITB fasst die letzten Tage für euch in dieser Bilderserie zusammen.

Berlin/Bielefeld/Bremen/Dortmund/Düsseldorf/Essen/. . . – Verzicht auf das Turboabi nach 12 Jahren, Beseitigung des chronischen Lehrermangels im Schulsystem, Abschaffung der Studiengebühren, Beseitigung der Ungerechtigkeit beim Zugang zu den Hochschulen, Rückkehr zum alten Diplom- und Magistersystem. . . -
Für all das setzten sich die Schüler und Studierenden in Deutschland diese Woche ein -
Doch längst nicht überall kam es zu lautstarken Demonstrationen tausender unzufriedener Studenten.
Teilweise wirkte der Protest wie eine Versammlung von Leuten, denen man nur zu deutlich angemerkt hat, dass sie eigentlich was wichtigeres vorgehabt hatten, doch dazu später mehr.

Proteste in Bielefeld

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In Bielefeld gründeten Studenten ein “Aktionscamp Freie Bildung” und zogen am Mittwoch ab 10 Uhr von der Uni in die Innenstadt, wie zeitgleich in vielen deutschen Großstädten.

Demonstrationszug in Bielefeld - Für volle Größe klicken

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Demonstrationszug - Zum Vergrößern ins Bild klicken

Demonstrationszug – Zum Vergrößern ins Bild klicken

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Zu der zentralen Protestkundgebung auf dem Bielefelder Jahnplatz kamen nach offiziellen Angaben mehr als 5000 Menschen.

X-WORK/PG - Bildungsstreik in Bielefeld

X-WORK/PG – Bildungsstreik in Bielefeld

Jedoch waren unter den 5000 Teilnehmern des Zuges nur ca 500 Studierende.
Der große Rest waren Schüler.

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Letzter Außenposten

Während sich vorallem Schüler engagiert und zahlreich zu den verschiedenen Protestkundgebungen einfanden, fehlte es den protestierenden Studierenden mancherorts gegen Ende der Woche massiv an Zulauf und Energie.

Foto - PG - Letzter Streikposten

Foto – PG – Letzter Streikposten


Hatten die Studenten der FU Berlin es noch die Tage zuvor geschafft eins der Institute der Hochschule und das Präsidium zu besetzen, so schien sich schon am Donnerstag Jeder wieder nur für seine eigenen Probleme zu interessieren.
Mit der grenzenüberschreitenden Solidarität zum Zwecke einer allgemein zugänglichen, gerechteren Bildung dürfte es hier noch ein wenig dauern.

Mit Material von ITB Research, PICTURE GROUP und X-WORK

Von ITB Research, Juni 21, 2009, 14:32 Uhr

Nicht nur die Studenten protestieren in diesen Tagen gegen Defizite im Bildungswesen.
Auch Schüler haben sich bundesweit zu Protestkundgebungen zusammengefunden, auf denen sie lautstark für eine bessere Schulbildung eintreten. – zum Teil wesentlich engagierter als die Studentenschaft.

Dortmund – Mehr als 5000 Schüler im Bildungsstreik


Ab 10 Uhr fanden sich heute im gesamten Bundesgebiet Schüler und Studenten zu Demonstrationen für ein offeneres, faires Bildungssystem zusammen, doch man hat den Anschein, als wären vielerorts die Schüler wesentlich motivierter bei der Sache als viele Studenten.

Foto - Streikende Schüler

Foto – Streikende Schüler


Foto - Streikende Schüler

Foto – Streikende Schüler

In Dortmund kamen am Mittwoch mehr als 5000 Schüler zu einer Kundgebung.
Viele von ihnen hatten zuvor den Marsch vom Dortmunder Hauptbahnhof bis zum Friedensplatz mitgemacht.
Eine von ihnen ist Alissa, 19 Jahre alt. Nächstes Jahr macht sie ihr Abitur.
Alissa erfuhr vom geplanten Protest über einen Mitschüler aus der Bezirks-Schülervertretung, die die Veranstaltung mit organisiert hatte.

Ihr Eindruck: Bis auf vereinzelte technische Schwierigkeiten war die Demo ganz gut organisiert und wirkte alles in allem ziemlich laut und lebendig.

Foto - Abschlusskundgebung in Dortmund

Foto – Abschlusskundgebung in Dortmund

Wofür die Studenten eintreten haben wir in den letzten Tagen mehrfach beleuchtet, aber was fordern die Schüler?

Schüler gegen Lehrermangel?

Beseitigung des Lehrermangels, zählt Alissa auf -
Weniger Leistungsdruck, kleinere Klassen, gerechteren Zugang zu höheren Schulen. . . – und natürlich auch “Abschaffung der Studiengebühren, wo sie bereits eingeführt wurden,” denn man denkt ja auch an seine eigene Zukunft.

Schüler streiken für mehr Unterricht?
Auf den ersten Blick wohl kaum zu glauben – auf den zweiten Blick jedoch nur zu verständlich.
Immer größere Klassen, die von immer weniger Lehrern betreut werden, sich häufende Unterrichtsausfälle und eine stetige Straffung des Unterrichtsstoffs, der nach Turboabi und dem schlechten Abschneiden in diversen Bildungsstudien schon kaum noch zu bewältigen ist, das sind für viele Schüler deutliche Zeichen, dass etwas am System nicht stimmt.

Ziele umstritten

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Doch längst nicht Alle, die in Dortmund mitmarschiert sind, teilen alle Streikpunkte.
„Ich kann nicht gerade sagen, dass ich für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems bin,“ meint Alissa zweifelnd.
„Ich bin auf dem Gymnasium. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass wir da mit all den Hauptschülern zusammen kämen. . . – und wie sollten denn dann erst Alle richtig gefördert und betreut werden?“
Und nach einer Weile, „Naja, ich hab auch Freunde auf Realschulen. – Hm, Zumindest würde es seine Zeit brauchen.“
Befragt nach ihrer Meinung zu den Erfolgsaussichten der Streikenden meint sie: „Wir haben schon gut Präsenz gezeigt. Damit haben wir sicher Aufmerksamkeit erregt und ein Zeichen gesetzt, dass es uns nicht nur um einen Tag Schulfrei ging.“

Medienecho

Die Proteste von Schülern und Studenten erhalten derzeit ein vielstimmiges Echo in der deutschen Medienlandschaft.
Hier nun einige Auszüge:

  1. Der Westen: Dortmunder Schüler verwüsten Rathaus
  2. Münstersche Zeitung: Schüler und Studenten in NRW streiken
  3. AFP: Massenproteste von Schülern und Studenten in ganz Deutschland

Und auch eine Meldung aus der digitalen Pressemappe der Dortmunder Polizei wollen wir euch zeigen.
POL-DO: Schülerdemonstration in der Dortmunder Innenstadt

Mit Material von ITB, PICTURE GROUP und X-WORK

Von ITB Research, Juni 18, 2009, 04:07 Uhr

Präsidialdiktatur oder demokratische Hochschule?

” Wer entscheidet eigentlich wie wir studieren?
Im Bildungsstreik kämpfen wir nicht nur für mehr öffentliche Gelder für die
Bildung, wir wollen mitreden wie und was an unserer Uni studiert und
geforscht wird.”

Mit diesen Worten hatten die streikenden Studenten ihre Komilitonen zu einer Diskussion über die Zukunft des Hochschulsystems in das besetzte Otto-Suhr-Institut eingeladen.
Auf dem Podium standen dabei u.A. Prof. Dr. Hajo Funke und Prof. Bodo Zeuner, der seine Abschiedsvorlesung 2007 unter dem Titel “Die FU vor dem Börsengang” hielt.
Seitens der Politik war Anja Schillhanek erschienen.
Anja Schillhanek bei kandidatenwatch.de
Diskussionspunkte waren die Entdemokratisierung auf dem Bildungssektor und die finanzielle Umverteilung der Zuschüsse für die Hochschulen.

Foto - Leerer Hörsaal

Foto – Leerer Hörsaal


Überweltigender Andrang
Man kann leider nicht von einer bahnbrechend mitreißenden Veranstaltung sprechen.
Der Hörsaal war auch nach Beginn der Veranstaltung weit davon entfernt aus den Näten zu platzen.
Die erschienenen Studenten wirkten alles in allem eher passiv und teilnahmslos, allenfalls aber mäßig neugierig.

Wir haben das Geld nicht
Die Diskussion entwickelte sich schnell zu einer nüchternen Bestandsaufnahme der allgemeinen Situation, leitete dann über zu einer Darstellung durch die Vertreter von Studenten, Dozenten und der Politik und konnte auch durch die unmissverständliche Botschaft der erschienenen Politikvertreter bzgl. der katastrophalen Finanzlage der Stadt Berlin keinen nennenswerten Zuwachs an Dynamik gewinnen. – Im Gegenteil!
Die Ansage, dass die Stadt Berlin täglich ca sechs Millionen Euro an ihre Gläubiger zu zahlen hätte und schlicht nicht in der Lage sei weitere Finanzmittel für Bildungsprojekte einzusetzen, und dass man die bereits zugesagten Fördermengen für vielleicht nicht optimal, aber in jedem Fall ausreichend halte, machte die Hilflosigkeit aller Parteien überdeutlich.
Auf den knackigsten gemeinsamen Nenner brachten es einige wenige Zitate wie etwa “Wenn der Klügere nachgibt, regieren die Idioten” oder “Man kann sich die Menschen nicht backen!”

Fazit
Mehr und mehr scheint sich eine gewisse Macht- und Ziellosigkeit der Streikbewegung von 2009 abzuzeichnen.
Entweder fehlt es an geeigneten Vorschlägen zur Neuordnung, oder die Vorschläge sind zwar vorhanden, aber die Protagonisten haben irgendwo auf ihrem Weg in die Arena ihren Dolch verlegt.

Mit Material von ITB Research und PICTURE GROUP

Von ITB Research, Juni 17, 2009, 21:24 Uhr

„Zurückbleiben bitte!“ Möglicherweise waren das die letzten Worte, die Alexandra R in ihrem Leben hörte.

Eine kleine Verwechslung kostete sie das Leben.

München – Blinde Frau wird von anfahrendem U-Bahn-Zug erfasst und getötet

Der U-Bahn-Hof Silberhornstraße in München war am späten Mittwoch Abend noch recht gut besucht.
Gegen 23:00 Uhr will Alexandra R in einen einfahrenden Zug einsteigen.
Die 28-Jährige ist von Geburt an blind.
Beim Einsteigen verwechselt sie die Tür mit einer Lücke zwischen zwei Waggons und stürzt auf die Gleise.
Weder Passanten, noch der Zugführer bemerken rechtzeitig was geschehen war.
Als die Nothebel im Zug und auf dem Bahnsteig dann betätigt wurden, war es schon zu spät.
Alexandra war zwischen Zug und Bahnsteig eingeklemmt und mehrere Meter weit mitgeschleift worden.
Sie war sofort tot.

Warum hat der U-Bahn-Führer nichts bemerkt?
Warum hat ihr keiner der Passanten helfen können?
Fragen, auf die eine polizeiliche Untersuchung nun die Antworten finden soll.
Die vielleicht nahliegendste Frage scheint aber doch zu sein: Wieso ist es überhaupt passiert?

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Alexandra R scheint vor allem eine kleine aber folgenschwere Verwechslung zum Verhängnis geworden zu sein.
Da die U-Bahn-Züge oft nur kurz halten, steht der Blinde beim Einsteigen unweigerlich unter einem gewissen Stress -
der Stress den Eingang möglichst schnell zu finden.
Normalerweise kann er den anderen Fahrgästen folgen, wenn außer ihm noch Fahrgäste zusteigen.
Warum das in diesem Fall nicht geschehen ist, wird man wohl nicht mehr klären können.

Eine tödliche Falle

Foto - Kopplungslücke zwischen zwei U-Bahn-Wagen

Foto – Kopplungslücke zwischen zwei U-Bahn-Wagen

Die Situation, in der Alexandra R verunglückte, ist wohl der Albtraum eines jeden Blinden.
Die sog. Kopplungslücken zwischen zwei Waggons bilden wohl eins der gefährlichsten Risiken für einen blinden U-Bahn-Fahrgast.
Die Verwechslung einer solchen Lücke mit einer Tür geschieht schnell, und es ist nur ein Schritt zu viel, der eine tödlich gefährliche Situation entstehen lässt.
Ist der Blinde erst ein mal aufs Gleis gestürzt, ist völlig offen was passiert.
Hat der Zugführer den Absturz gesehen?
Sind Passanten nah genug und vor allem aufmerksam genug um schnell zu helfen?
Eine weitere Unsicherheit ist der Blinde selbst.
Wurde er beim Sturz verletzt, sodass er sich nicht mehr aus eigener Kraft auf den Bahnsteig ziehen kann?
Oder womöglich nicht rechtzeitig genug.
Denn sollte der Vorfall vom Zugführer unbemerkt geblieben sein, zählt jede Sekunde.
In vielen Städten gibt es einen Hohlraum unterhalb der Bahnsteigkante. In ihn kann man sich notfalls retten, wenn man aus welchen Gründen auch immer auf ein befahrenes Gleis geraten ist.
Aber der Blinde ist womöglich so erschrocken, dass er zu keiner vernünftigen Reaktion mehr fähig ist oder schlicht zu langsam reagiert.

Berufsrisiko U-Bahn

Foto - U-Bahnhof Rüdesheimer Platz Berlin

Foto – U-Bahnhof Rüdesheimer Platz Berlin


Foto - U-Bahnhof Rüdesheimer Platz Berlin

Foto – U-Bahnhof Rüdesheimer Platz Berlin

Der U-Bahnhof Rüdesheimer Platz in Berlin.

Im Rahmen einer Generalsanierung 2006/2007 für etwa eine Million Euro erhielt der Bahnhof ein sogenannntes Blindenleitsystem .
Erhabene Leitstreifen und markante Platten am Boden helfen dem Blinden bei der Orientierung auf dem Bahnsteig.
Sie weisen den Weg zu Treppen und Aufzügen und ermöglichen es dem Blinden sich immer in sicherem Abstand zur Bahnsteigkante zu bewegen.
Aber längst nicht an allen Haltepunkten von U- und S-Bahnen in Deutschland sind solche Leitsysteme installiert.
Besonders plastisch zeigt sich das in all den Städten, die eine Jahrzehnte lange U-Bahngeschichte erlebt haben.
In einem Streckennetz, das vielleicht um die Jahrhundertwende entstand und sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter verzweigt hat, finden wir nicht nur die verschiedensten Fahrzeuggenarationen auf den Schienen, auch die Stationen repräsentieren den Baustil der letzten 60 Jahre. Und die Sicherheitsmerkmale für Blinde sind eine vergleichsweise junge Erfindung.
Das Berliner U-Bahnnetz erstreckt sich über 140 Kilometer und umfasst 170 Bahnhöfe, von denen nur die wenigsten in jüngster Zeit gebaut wurden.
Nun können zwar ältere Stationen entsprechend nachgerüstet werden, aber solche Arbeiten sind bei einem gut ausgebauten Netz ein kostspieliges Vergnügen.

Berlin hat kein Geld

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), im Rahmen des Crossboarder-Leasing längst an einen ausländischen Investor verpachtet und für die kommenden Jahrzehnte dem direkten Zugriff der Stadt entzogen, betreiben ein außergewöhnlich gut ausgebautes Netz von U- und Straßenbahnen, welches durch die Strecken der S-Bahn, die von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn DB unterhalten wird, noch ergänzt wird.
Ein großer Teil der Stadt ist schienentechnisch erschlossen.
Aber ein ebenso großer Teil der Gleisanlagen und Haltestellen haben schon ein beträchtliches Alter und können nur mit erheblichen Anstrengungen erhalten werden. Das ist die Kehrseite der Medaille.
Wenn es darum geht einen U-Bahnhof so gut es geht in Stand zu halten, sind Leitstreifen für Blinde sicherlich das Letzte, an das die leidgeprüften Haushaltsplaner denken werden.
So sind u.A. die Berliner Bezirke Kreuzberg, Neu-Köln oder Pankow den Blinden in Berliner U- und S-Bahnen ein Dorn im Auge, denn hier finden sich fast nirgends Einrichtungen für erhöhte Sicherheit beim Ein- und Aussteigen.
Das ist nicht nur eine Frage des Reisekomforts. Es ist eine ständige Gefahrenquelle und zwingt blinde Bahnreisende zu einer permanent erhöhten Aufmerksamkeit.

Keine Zeit
In diesem Zusammenhang muss noch ein weiterer Aspekt berücksichtigt werden.
Alles dauert zu lange. Im Grunde wollte ich das schon vor zwei Wochen erledigt haben, und diese Besorgungen bräuchte ich am liebsten bis gestern. Und wo wir schon dabei sind…
In einer Zeit, in der für Viele alles immer schneller gehen muss, bleibt immer öfter keine Zeit mehr für wesentliche Dinge. Selbst wenn die U-Bahn alle fünf Minuten fährt. . . – diese fünf Minuten fehlen mir vielleicht schon bald woanders?
Bei allgemein sinkender Solidarität und steigendem Druck – Zeitdruck – auf alle potenziell Mitglieder der Gesellschaft entstehen oft neue Herausforderungen für jeden Einzelnen mit dem schnelleren Tempo fertig zu werden -
Und mitunter auch neue Gefahren.

Mit Material von ITB Research, PICTURE GROUP und X-WORK

Von ITB Research, Juni 17, 2009, 17:44 Uhr

„Ich kriege kein Bafög und verdiene mir mein Studium selbst – und jetzt komme ich nicht mal mehr in die Uni rein!“

Auch am zweiten Tag der Streikwoche vom 15.-20. Juni hielten Studenten Gebäude Berliner Hochschulen besetzt.
Wenn es auch nicht überall Massenaufläufe gibt, die Aktionen der Studierenden, die in den Bildungsstreik getreten sind, reichen doch aus, um den Betrieb der FU Berlin in Teilen erheblich zu stören.
„Statistik kann man auch nächste Woche noch lernen, wenn man dafür überhaupt in eine Vorlesung gehen muss,“ meint eine studentische Aktivistin, die lieber nicht genannt werden möchte. Sie steht allein an einem Tisch der Streikenden, faltet Flyer und verteilt Infomaterial an Vorbeigehende.
Auch der ein oder andere Professor ist dabei.
Auch bei ihrem Kollegen scheint eine Stimmung zwischen Entschlossenheit und realistischer Resignation vorzuherrschen.
Auch am zweiten Tag unserer Beobachtung bestätigt sich das Bild von gestern.
Prinzipiell sind viele Studenten und auch zahlreiche Hochschulangestellte voll und ganz auf der Linie der Streikenden, aber an den Erfolg der Maßnahmen glaubt längst nicht Jeder.

Ich spreche mit Nicole, die nächstes Jahr ihren Master machen möchte.
„Ich war heute den ganzen Tag auf Arbeit und bin extra für ein Seminar noch mal zur Uni gekommen, das ist oft eine ziemliche Hetzerei für mich. Hier erfahre ich: Seminar fällt aus; Institut geschlossen. Das ärgert mich natürlich. Ich bekomme kein Bafög und muss mir mein Studium selbst verdienen. Und jetzt komme ich nicht mal mehr in die Uni rein!“

Bittere Ironie!
Nun ist es das erklärte Ziel der Streikenden für einen freien Zugang zur Bildung für Alle einzutreten.
Nicht nur die Abschaffung von Studiengebühren wünschen sie sich, sondern auch „Bafög für Alle“.
Ob ihr das bekannt sei, will ich von Nicole wissen.
„Mh ja, schon. . . – hab ich mal gehört.“
„Dann könntest du ja eigentlich gleich mitstreiken.“
„Ich will nur schnell fertig werden mit allem hier.“
Ob sie am Mittwoch zur großen Kundgebung am Roten Rathaus gehe?
„Ich würde schon. . . – aber ich hab keine Zeit.“

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Nicole ist mit diesen Gedanken nicht allein.
Auch dieser Student hat hinsichtlich des Bildungsstreiks so seine Zweifel.
Allerdings hat er andere Vorstellungen vom Bildungssystem der Zukunft.
Ihm schwebt ein bundeseinheitliches Schul- und Hochschulsystem vor, eine Idee, die im Streikaufruf so gar nicht vorkommt.
„Aber Studiengebühren will ich auch nicht haben,“ meint Eric, der Informatik auf Lehramt studiert.
„Nur ob man das so erreicht. . . „- er wirkt wenig optimistisch.
Viele Forderungen seien überdies auch völlig überzogen.
„Abschaffung von Noten, Abschaffung von Bachelor und Master. . . – das ist lächerlich und völlig unrealistisch. Damit entfernt man sich eher von Verbesserungen, als ihnen näher zu kommen.“

Fazit
Die Motive des Streiks bleiben auch bei näherer Betrachtung unangefochten.
Der weitere Verlauf wird zeigen, ob es ein Umdenken in der Politik und an den Hochschulen geben wird.

Von ITB Research, Juni 16, 2009, 18:23 Uhr

Das Bildungssystem hat Probleme – nicht nur in Deutschland, international bewirken die Entwicklungen der letzten Jahre einschneidende Veränderungen für Schüler, Studenten, und solche die es werden wollen.

Der Zugang zu den Hochschulen wird durch die vielerorts eingeführten Studiengebühren vor allem für die Kinder einkommensschwächerer Familien erheblich erschwert, die Privatisierung von Hochschulen führt zudem zu einer drastischen Verschlechterung bzw. Verknappung des Lehrangebots, indem z.t. ganze Fachbereiche dem Rotstift zum Opfer fallen.
Mit dieser Botschaft versuchen streikende Studierende in diesen Tagen mit bundesweiten Aktionen auf sich aufmerksam zu machen und den Fokus der Medien auf die Misere im Bildungssystem zu lenken.
Im Aktionsbündnis Bildungsstreik Berlin haben sich Schüler und Studenten in Berlin zusammengeschlossen und organisieren die Proteste in der Hauptstadt.
„Wir wollen Bildung – und zwar um sonst!“
Mit dieser oder ähnlichen Losungen auf den Lippen stürmen Studenten in der Woche vom 15.-19. Juni in Hörsäle und Seminarräume, mit Plakaten und Flugblättern und einer kurzen Ansage durchs Mikrofon, in der die Ziele der Streikenden kurz zum Ausdruck kommen.

Foto - Besetzung des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin

Foto – Besetzung des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin

Das Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin
Seit Montag früh halten streikende Studenten die Eingänge besetzt.
Prinzipiell kommt nun niemand in das Gebäude hinein, jedenfalls keine Hochschulangestellten, doch . . .
„Es liegt uns nichts daran hier alles zu blockieren.“ Erklärt Michael T, einer der Streikenden.
Er hat Teile der Vorbereitungen, etwa den Druck und die Verteilung der Plakate, maßgeblich mit organisiert.
„Hauptsächlich geht es uns um die Sache und ein besseres Verständnis für die strukturellen Probleme auf dem Bildungssektor.“
Ich frage Michael, seit wann er heute hier ist.
„So ca ab halb neun.“
„Und was hast du heut den ganzen Tag gemacht?“
„Ich bin hier viel unterwegs gewesen, habe mir alles angeguckt und geschaut wie alles läuft.“
Und wie läuft alles?
Ich frage Michael nach seinem bisherigen Eindruck vom Streik.
„Ich bin sehr glücklich. Alles scheint bislang sehr gut abzulaufen, wir erhalten eine große Resonanz, auch in den Medien. Anfangs war ich nicht sicher, ob wir genügend Studierende mobilisieren können, aber jetzt bin ich optimistisch, dass ein großer Teil die Botschaft verstanden hat.“
Eben das ist die Frage.
Ein paar Tische, Leute, die auf dem Boden sitzen und ein Transparent…
Ob das hilft?

Über die bestreikten Punkte, die Missstände an den Hochschulen, den rasant ablaufenden Qualitätsverfall der Lehre, ausgelöst durch eine zunehmende Kommerzialisierung von Bildungseinrichtungen… über all das besteht hier wohl nicht der geringste Zweifel.
Ebenso unstrittig scheint unter Studenten die Auffassung zu sein, dass etwas geschehen muss, wenn die Unis nicht zu einem Ort für eine Generation von bessergestellten Studenten, die zu einer unkritischen Teilnahmslosigkeit in einer straff durchorganisierten Bildungsmaschine erzogen werden verkommen sollen…
Allein der Weg die angebrachten Bedenken auszudrücken ist wie immer die größte Herausforderung, die es bei einer kollektiven Willensäußerung nur geben kann.
Es bleibt abzuwarten, ob der bislang noch recht flüssig und überzeugend dargebrachte Streik wirkliche Impulse setzen kann, oder wie so oft an der inneren Zerstrittenheit solcher Bewegungen zerbrechen wird.
Denn es gibt auch resignierende Stimmen.
Prof. Dr. Mengel, Politikwissenschaftler an der FU Berlin, sagte angesprochen auf die angelaufenen Streikvorhaben: „Ich habe solche Streiks im Laufe meiner Uni-Laufbahn schon drei-vier mal erlebt. So desillusionierend es auch klingen mag, erreicht haben diese Vorhaben in der Regel nichts – überhaupt nichts.“

Fazit
Über die angestrebten Ziele der Streikwilligen braucht man nicht zu diskutieren.
Inwieweit die Aktionen und Veranstaltungen der kommenden Woche eine Wirkung zeigen werden, das muss abgewartet werden.

Von ITB Research, Juni 15, 2009, 20:21 Uhr

Freitag

nycmun1 Berlin Tegel, sieben Uhr morgens: die Reise beginnt! Nach all der Vorbereitung geht es jetzt endlich nach NYC zum National Model United Nations, dem Planspiel in der UNO-Stadt New York. Die Air France Maschine steht bereit für den ersten Zwischenstopp Pars. Zum Sightseeing bleibt leider keine Zeit, da in nur zwei Stunden der Anschlussflug nach New York JFK geht. Im Flugzeug nach New York erhalte ich dann mein Einreiseformular wo ich bereitwillig bestätige keine terroristischen Aktivitäten zu planen oder in Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs verwickelt zu sein. Um 12:45 lokaler Zeit dann endlich der Landanflug auf New York. Am John F. Kennedy Airport zu sein, heißt jedoch noch lange nicht in der City zu sein. Nachdem ich bei der Einreisebehörde meine Fingerabdrücke und beim Air France Schalter meine Beschwerde wegen fehlender Gepäckstücke abgegeben habe, setze ich meine Reise mit der U-Bahn Richtung Manhattan fort. Als ich bei der Jugendherberge ankomme ist es bereits 16.00. Jetzt schnell einchecken, ein paar Snacks kaufen, sich an der Rezeption noch ein paar NYC-Tipps holen und dann geht’s zu Fuß zum Couchsurfing Meetup in der Amsterdam Ave.

Samstag

nyc_fluss

Nachdem ich schon um 10:00 aus meiner Jugendherberge an der 103. Straße auszog und schon vormittags im Marriot eincheckte, hatte ich den kompletten Freitag Nachmittag zu meiner Verfügung. Zuerst machte ich mich auf dem Weg zum Macy’s, den sich über einen gesamten Block erstreckenden Department Store. Danach traf ich mich mit zwei Österreicherinnen aus der Jugendherberge im Financial District um am alljährlichen Pillowfight-Day mit mit Kissen bewaffneten Amerikanern vor der Wall Street eine Kissenschlacht zu liefern. Abends traf ich die anderen Mitglieder unserer Delegation und gemeinsam gingen wir eine kurze Runde am Times Square. Abends ging ich wieder mit den beiden Österreicherinnen in den Meatpacking District um das dortige Nachtleben zu erkunden.

 

 

 

 

 

Sonntag

Um 10:00 fand das erste Delegation Meeting statt wo wir die organisatorischen Abläufe der kommenden Tage besprachen. Im Anschluss machten wir uns auf den Weg um entlang des Broadways New York City per Fuß zu erkunden. Der Fußweg vom Times Square zur South Ferry beanspruchte inklusive einer Shoppingpause im c21 die erste Hälfte des Nachmittags und was definitiv eine gute Möglichkeit die Stadt selbst zu erkunden. Nach dieser Tour zog ich im Hotel meine Sportkleidung an und machte mich auf den Weg nach Brooklyn um dort an einem Parkour Workshop teilzunehmen. Wieder zurück im Hotel hatten wir wieder Delegation Meeting um anschließend am Times Square unser Abendessen einzunehmen. Abends ließen wir den Abend noch bei einem gemütlichen Bier im Hotelzimmer ausklingen.

Montag

Montags hieß es früh aufzustehen um rechtzeitig zum Tourbeginn im United Nations Headquarter anzukommen und an einer Führung durch das Hauptquartier am East River teilzunehmen. Die Führung selbst war gut organisiert, doch für eingefleischte UN-Kenner gab es wenig Neues. Im Anschluss an die Tour gingen wir zum German House um dem Vortrag zu Peacekeeping der Vereinten Nationen und deutscher Beteiligung zu lauschen. Das Essen wurde natürlich auch gleich dort eingenommen und brachte zumindest kulinarisch ein Stückchen Heimat nach New York. Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Subway Station South Ferry, wo wir zur NYCLU zu einem Vortrag geladen waren. Dieser brachte uns auf eine sehr interessante Art und Weise die amerikanische Bewegung für Bürgerrechte näher. Faszinierend dabei war die Tatsache, dass Positionen die in Europa quer durch die Gesellschaft anerkannt sind z.B.: im Bereich Todesstrafe, in den USA nur von Minderheiten vertreten werden. Nach diesem Treffen bei der NYCLU fuhren wir mit der Fähre nach Staten Island um auf dem Weg dorthin Fotos von Freiheitsstatue und der Manhattener Skyline zu machen.

Dienstag

Vormittags stand der Besuch bei der Columbia University in den Morningside Heights mit Campus Tour und Besuch an einem dortigen Lehrstuhl auf dem Programm. Am Nachmittag ging es zum German House in der Nähe des UN-Headquarters wo wir gemeinsam mit der Bamberg Delegation mit Jan-Hendrik von Thiel über afrikarelevante Themen diskutierten. Dieser Besuch war sehr interessant da uns viele Fragen über Djibouti beantwortet wurden. Direkt vom German House gingen wir dann zum UN-Headquarter um an der Opening Ceremony für das NMUN 2009 im Sitzungssaal der Generalversammlung teilzunehmen. Dabei ist es sehr wichtig früh dran zu sein um noch einen der begehrten Plätze in den vorderen Reihen zu ergattern wo ansonsten die UN-Diplomaten sitzen. Nach der Opening Ceremony hieß rasch zum Marriot zu verlegen um auch dort bei der ersten Sitzung an die begehrten Plätze in der ersten Reihe zu kommen. In der ersten Sitzung wurde dann auch gleich die Agenda auf Illicit traficking with nuclear material festgelegt und in den ersten Informal Caucuses Kontakt mit den regionalen Partnern aufgenommen, das heißt im Falle Djiboutis mit den Nachbarstaaten und den Staaten der Afrikanischen Union.

Exkurs NMUN

Die Abkürzung NMUN steht für National Model United Nations, einem Planspiel das jedes Jahr im Marriot in New York stattfindet. Dabei treffen sich tausende Studenten aus aller Welt um gemeinsam Institutionen der Vereinten Nationen wie den Sicherheitsrat, die Generalversammlung und all ihre Unter-Komitees darzustellen. Jede Delegation bekommt dabei ein Land zugeteilt mit dessen Geschichte, Kultur, Wirtschaft und Außenpolitik man sich während der Vorbereitungszeit intensiv auseinandersetzt um sein Land anschließend so authentisch wie möglich zu repräsentieren. Ich fuhr dieses Jahr als Mitglied der Delegation des Bundesverbands für Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) und repräsentierte Djibouti im Abrüstungskomitee der Generalsversammlung.

Mittwoch

nyc_un_tagungsraum

Nachdem sich in der ersten Sitzung bereits erste Anzeichen von Koalitionen bildeten und man von die Positionen der anderen Ländern schon langsam abschätzen konnte ging am zweiten Tag der diplomatisch Prozess erst richtig los. In unserer Regionalgruppe Afrika bildete anfangs sich um Südafrika und Mauretanien eine starke Gruppe, die allerdings nicht richtig auf die Interessen der afrikanischen Entwicklungsländern einging, sondern auf weiter Strecke eigentlich westliche Positionen vertrat. Dies veranlasste Somalia, Äthiopien, Tansania, Sierra Leone, Zentralafrikanische Republik und Djibouti eine Gegenbewegung zu starten in der wir vor allem forderten die Interessen der afrikanischen Staaten und vor allem der Uran-exportierenden zu respektieren. Versuche zum Angleichen unserer Position mit Südafrika scheiterten und so entschieden wir uns an einem eigenen Resolutionsentwurf zu arbeiten.

 

 

Donnerstag

Die Arbeiten an unserem Entwurf schritten voran und durch die Größe unserer Gruppe konnten wir gleichzeitig unsere Position besser ausformulieren und durch Lobbying neue Unterstützer finden. Unser Entwurf sah vor, dass Uran-exportierende Staaten eine Organisation bilden sollen in der sie sich gegenseitig in Bezug auf Sicherheitsvorkehrungen unterstützen sollen und im Rahmen dessen westliche Staaten finanzielle und technische Unterstützung zu eben diesen liefern sollen. Mit dieser Idee gelang es uns Australien als einen der großen Player im Pazifikraum und gleichzeitig wichtigen Uran-Exporteur an Bord zu holen, was unserer Position zusätzlichen Rückhalt unter der entwickelten Ländern sicherte. Parallel dazu beendeten wir bereits Donnerstags die Arbeit an unserem Entwurf und reichten unser Papier bereits Donnerstags Abend ein, was uns den Vorteil verschaffte der erste bestätigte Resolutionsvorschlag zu sein.

Freitag

nyc_holy_see Für Freitag Nachmittag stand das Abstimmen über die Resolutionen auf dem Programm, was alle Delegationen nochmal veranlasste intensiv für ihren eigenen Resolutionsentwurf zu werben. Unsere Gruppe war dabei in der komfortablen Situation sich komplett auf das Lobbying konzentrieren zu können, da der Resolutionsentwurf schon fertig und vom Vorsitzenden bestätigt war. Die Spannung stieg immer weiter als gegen 16.00 Uhr die Türen geschlossen wurden und das Abstimmungsverfahren begann. In dieser Zeit durfte niemand mehr den Saal betreten, und jeder Delegierte der hinausging musste draußen bleiben bis zum Ende des Verfahrens. Wir alle waren extrem gespannt als unser Entwurf gleich als erstes zur Abstimmung vorgelegt wurde, doch durch gutes Lobbying und eine innovative Idee gelang es uns über hundert Ja-Stimme zu erlangen wodurch wir stolze Einbringer der ersten verabschiedeten Resolution wurden.

 

 

Samstag

Samstags gab es für die Mitglieder der Unter-Komitees keine Sitzungen mehr und so hatte ich die Gelegenheit der Abschlusssitzung des Sicherheitsrates mit simulierter Krise beizuwohnen. Nachmittags stand dann die Abschlusszeremonie auf dem Programm die wieder in den Räumen wo ansonsten UN-Diplomaten verhandelten stattfand. Abends wurde die anstrengenden letzten Tage bei einem überschwänglichen Delegate Dance im Hotel gefeiert und das NMUN 2009 offiziell beendet.

Von admin, Mai 10, 2009, 15:21 Uhr

BLUE ROOM is back!

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Unterwegs in den Bars und Kneipen von Dortmund

In der Reihe ihrer meist zwischen unheimlicher Sinntiefe und unheimlicher Sinnlosigkeit schwebenden Podcasts ist eine neue Perle verbaler Ausdruckskunst erschienen -
quasi wie aus dem nichts!
Erwartet aber bitte nicht zu viel von dieser Folge -
die Enttäuschung wäre vorprogrammiert!

Podcast abspielen

Von admin, März 18, 2009, 02:11 Uhr

Hilfreicher Reisebegleiter oder überteuertes Statussymbol?

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Netbooks! – Diesen Begriff haben inzwischen wohl die Meisten schon ein mal gehört -
Grund genug, dass wir auch mal ausnahmsweise außerhalb von TechnoTrend etwas Technisches bringen.

Der Hype mit den kleinen flachen Mininotebooks, die eigentlich keine sind, weil ihre Leistung für vollwertige PCs nicht ausreichend bemessen ist, die aber auch mehr sind als aufgemotzte Superhandys. . . diese Neulinge am Computermarkt werden gemeinhin Netbooks genannt, und verkaufen sich nebenbei fast besser als richtige Notebooks.
Mit dem Vaio P hat nun auch Sony eins im Angebot, nur dass der Hersteller der hochwertigen Vaio-Businessrechner etwas gegen den Begriff zu haben scheint.
Und so nennt er seine ultraflache, ultraschicke Surfmaschine “Ultra Portable PC”.

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Was sie kann und was nicht hört ihr im BLUE ROOM Praxistest – live von der CeBit in Hannover, wo Sony das Vaio P zuletzt gezeigt hat.

Praxistes

Von admin, März 18, 2009, 01:35 Uhr

 

I’m a barbie girl, in a barbie world
Life in plastic, it’s fantastic!
you can brush my hair, undress me everywhere
Imagination, life is your creation

You can touch, you can play, if you say: "I’m always yours"

Die Frau, die ‚uns das Fürchten lehrte’ und ‚über die Details der weiblichen Physis endlich aufklärte’ fand 1997 eine adäquate Assoziation ihrer Stimme: Lene Grawford Nystrom. Die dänische Sängerin von Aqua, die mit ihrer überdosierten Cotton-Candy-Voice „Barbie girl“ auf die Spitze mehrere nationaler Hitlisten quietschte, schien der stummen Plastikblondine aus ihrem Hohlkörper zu sprechen. Denn auch wenn man den Puppenkopf prüfend zusammenpresst und schlussfolgern muss, dass sich darin keine Gehirnmasse befinden kann, muss Barbie beim Betrachten ihres Spiegelbilds – wie Ruth Handler sie schuf – dennoch manchmal ein Gedanke durch den Kopf schießen und mit gekrauster Stirn Ken fragen: „Bin ich wirklich ein Kinderspielzeug?“

Mattel antwortete mit einem energischen „Ja“, als es eben 1997 MCA auf Grund der Sexualisierung seiner weiblichen Puppe in dem Chartbreaker „Barbie girl“ verklagte. Der Urheberstreit um die Marke Barbie scheiterte 2003 endgültig an seinen gleichwertigen Kontrahenten und wohl auch an der Absurdität der Anklage. Die 2009 ins Seniorenalter eintretende Popkulturikone muss also mit dem Frontalangriff auf ihr Image leben und akzeptieren, dass sie trotz des aufpolierten  Marketings ihres US-Mutterkonzerns, polarisierend wirkt.

Ken legt so gut er kann seine steife Hand auf Barbies symmetrische Schulter und meint: „Also ich finde dich Ok,… ja, du bist ein wenig zu perfekt und surreal, aber das merkt doch keiner!“ Inwiefern sich sechs jährige Mädchen wirklich an dem Puppenkörper orientieren ist umstritten. Vermutlich fasziniert die Mehrheit bloß ihre diversen extravaganten Outfits und versteht die subtilen zweideutigen Anspielungen in dem Eurodance Song überhaupt nicht, aber die Maße der 29 cm großen Puppe geben doch so manchen zu denken. Daher stellt sich die Frage, was denn an „Barbie girl“ so sexualisierend ist, wenn Barbies künstlicher Symmetriekörper bereits unverhohlen die weibliche Idealphysiognomie propagiert. Das bekannteste Ergebnis dessen ist das so genannte Barbie-Syndrom, geprägt von Cindy Jackson, die mittels knapp 30 Operationen manisch versuchte dem Mattel-Mannequin zu entsprechen.

Ist das Kinderspielzeug in Wirklichkeit vielleicht nur ein gesuchter und gefundener Sündenbock für unsere westliche Misskultur – eine Projektionsfläche der gesellschaftlich normierten Kriterien für das Abstraktum Schönheit und damit schlicht das globale Symptom unserer krankhaften Lebensphilosophie?

“The doll sells the fashion and the fashion sells the doll.”

Mattel erklärt auf der offiziellen Website: „Sie zeigt Mädchen, wie sie sich stylen können und ermöglicht es ihnen, spielerisch eine persönliche Modeaussage zu treffen“. Scheinbar kann Barbie Millicent Roberts, wie die Plastik mit bürgerlichen Namen heißt, dies nicht ohne überdimensionierte sekundäre Geschlechtsmerkmale und Anzeichen von Magersucht tun. Andererseits, welchen pädagogischen Nutzen hat es ein Mädchen im Einschulungsalter mittels Lifestyle und Fashion-Bewusstsein zu hypnotisieren? Erschreckend ist dabei, dass Mattel eine der weltweit größten Bekleidungsproduzenten ist, die Bedürfnisse einer toten Plastikfigur also auf die gleiche Stufe wie die Grundbedürfnisse der globalen Menschheit gestellt werden und in manchen Gebieten sogar noch einen Treppenabsatz höher.

Ob unter dem Eurodance-Buble-gum-Sound von „Barbie girl“ wirklich verkappte Gesellschaftskritik gewoben wurde oder Aqua nur die Menge Cash vor Augen hatte, als sie kontroverse Anspielungen mit einer leichten pinkfarbenen Melodie verrührte, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Dennoch ist es erstaunlich mit welcher Plumpheit eine Mainstream-Band, gewollt oder ungewollt, die Wirkung von Suggestion durch jahrzehntelang tradiertes Spielzeug aufdeckt und wie zart besaitet sich ein Konzernriese bei der sensiblen Verwendung eines Copyright Produkts zeigt.

Vielleicht sollte Aqua sich bei ihrer nächsten Hitproduktion lieber an Lara Croft vergreifen, ihre Fans sind schließlich ab 18 und eine Klage wegen Sexualisierung wäre harmlose Selbstparodie. Mit einigen inhaltlichen Veränderungen könnten Aqua dann auch ihr „Barbie girl“ umweltschonend recyceln:

I’m a cyber girl, in a virtual world
Life in cyberspace, always hot chase!
You can load my gun, have me on the run
Imagination, game is your creation

 

 

Gez
Ein gescheiterter Dichter (kommentiert)

Von admin, März 18, 2009, 01:10 Uhr

Und hier sind zwei der interessantesten Meldungen aus der zuende gehenden Woche:

 

Zunächst was Lustiges:

 

Machen Videospiele
aggressiv?

Eine kleine Bevölkerungsgruppe offenbar sehr wohl – das Management
von Sony Computer Entertainment (SCE) und das der Microsoft Games Division. Die
Macher von Playstation 3 und Xbox 360 fallen zunehmend reizbar übereinander
her.

Der Internet-Dienst Golem berichtete heute über ein merkwürdiges Phänomen.

Der absurde Streit zwischen PS3- und Xbox-360-Machern

 

Und dann noch etwas zum Dauerbrenner-Thema “Wie stoppen wir die Kinder-Pornos”

Wenn man nach dieser Meldung geht vermutlich gar nicht.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter erklärt hierzu Nur Internetabschaltung könnte Kinderpornos ganz stoppen -

 

na dann – Mahlzeit und schönes Wochenende!

Von admin, Januar 22, 2009, 21:26 Uhr

Berlin – Manche kämpfen gegen Windmühlen, Andere mit verdrehten Vorschlägen und unausgereiften Aktionsplänen gegen die Finanzkrise.
Beides ist gleich chancenlos

Die Rede ist von der sog. Bürgerrechtsbewegung Solidarität, kurz “Bueso”

 

“]Vorschau-Bild - INFINITE DREAMS Pictures [Zum Vergrößern ins Bild klicken]

Als wir heute Nachmittag nichts böses ahnend ins Steglitzer Schloss-Center wollten und aus dem Bus ausstiegen, da stellte sich uns auf ein Mal eine Frau in den Weg und fragte uns reichlich zusammenhanglos: “Seit ihr auf die Inflation vorbereitet?”

Als leidgeprüftes Opfer diverser Vereine und Gruppierungen, die in schöner Regelmäßigkeit ihre Öffentlichkeitswirksamkeit in Berlin verbessern wollen und zu diesem Zweck ihre Rattenfänger losjagen, war mir schon beim ersten Satz mit prophetischer Klarheit gewiss, dass sich uns jetzt nur die zwei Möglichkeiten bieten würden, die man immer in solchen Situationen hat:

- Entweder einfach abwinken und weitergehen und ein beleidigtes oder gleichmütig lächelndes Aushängeschild von …. was auch immer …. zurücklassen,

- oder sich auf die gewollte Diskussion einlassen, die man nicht gewinnen kann, ganz gleich wie sinnleer und exotisch die vorgebrachten Argumente sind.

Ihr nächster Satz bestärkte mich in meiner Meinung, dass es auch dieses Mal kein bisschen anders laufen würde.

Ich sollte mich getäuscht haben – Es wurde schlimmer.

 

Die Bueso habe, so verriet uns die ganz und gar motivierte Parteisoldatin, die Finanzkrise nicht nur lange vorhergesagt, sie habe auch schon eine Lösung – die Einzige natürlich.

Meinen Einwurf, dass sie Diese doch schon mit Riesengewinn an Medien, Politik und Wirtschaft hätten verkaufen können und somit heute nicht mehr vor dem Schloss in der Kälte stehen und bei Schnee und Eis um Gehör kämpfen müssen würde,  erkannte sie nicht mal in Ansatz als nur halb ernst gemeint, so in Fahrt war sie damit uns ihr Programm näher zu bringen.

Man wolle ja keinen Profit damit herausschlagen, erläuterte sie, es ginge ihrer Parteieinzig und ausschließlich um die Menschen, die kämen an erster Stelle und sowieso vor allem Anderen.

“]Foto - INFINITE DREAMS Pictures [Zum Vergrößern klicken] “]Foto - INFINITE DREAMS Pictures [Zum Vergrößern klicken]

Ein Blick in ihr Programm bestätigt zunächst, das die Bueso eine Grundordnung anstrebt, in der das Wohl aller Menschen, sowie ein allgemeiner Fortschritt der menschlichen Zivilisation an erster Stelle steht.

Nur kennt sie, um diese Ziele zu verwirklichen, nur reichlich merkwürdige, um nicht zu sagen kaputte Methoden.

Das wird schon beim Überfliegen der offiziellen Meldungen und Statements auf der Parteiwebsite klar.

So ist die Aussage, Deutschland habe in den kommenden Jahrzehnten mit einem explosiv anwachsenden Energiebedarf zu rechnen zweifellos richtig, daraus dann allerdings die Schlussfolgerung Hessen muß wieder einsteigen in die Kernkraft! abzuleiten istdann schon mehr als verwegen, da schlicht viel zu kurz gedacht und als Ergebnis einiger stumpfer Zahlenspiele bestenfalls geeignet den Bauarbeiterstammtisch einer Dorfkneipe zu überzeugen.

Überhaupt besteht der Output der Gruppe zumeist nur aus teilweise zutreffend wiedergegebenen Beobachtungen, die dann zu völlig unzutreffenden oder utopischen Lösungsansätzen und Forderungen überleiten.

Bestimmte Texte und Artikel werden durch ihren wahnwitzigen Inhalt, aufregende Verschwörungstheorien und einem wahren Feuerwerk von verworrenen Vorstellungen und hoch ambitionierten Vorhaben zur Weltverbesserung sicherlich eine brauchbare Unterhaltungs- und Enspannungslektüre  abgeben.

So z.B. der Text Die Zeit für ein neues System ist gekommen, in dem Parteivater und Hauptgeldgeber Lyndon LaRouche, ein etwas dubioser Polit-Millionär, einige sehr erquickliche Ausführungen zur amerikanischen Präsidentenwahl vorstellt, und u.A. seiner Ansicht darüber Ausdruck verleiht, dass eben diese Wahl von einem gewissen George Horos gesteuert und manipuliert worden ist, einem ganz finsteren Zeitgenossen, der “wie Sie sicher wissen. . .”

Auch die Empfehlung für ein staatliches Kreditprogramm zur Schaffung von Vollbeschäftigung mit einem Volumen von 200 Milliarden Eur oder das Ziel die “eurasische Landbrücke” massiv auszubauen wirken eher wie eine Mischung aus Comedy und Vorschul-Politik-AG mit anschließender Redezeit.

 

Gefährliche Hintergedanken

Nicht alles, was die Bueso an gedanklichen Ergüssen produziert ist harmlose Feierabend-Zerstreuung .

Selbst der Wikipedia-Artikel über die Kleinpartei listet gewisse antisemitische Hintergründe auf, so findet sich die Bueso in der fragwürdigen Gemeinde der Holocaust-Leugner wieder, die sich nun völlig ins politische Abseitz begeben haben.

Wegen solcher und ähnlicher Auftritte und Aussagen in der Öffentlichkeit ist der Verein nicht nur uns aufgefallen, er ist auch schon geraume Zeit verschiedenen anderen politisch interessierten Kreisen ein Dorn im Auge.

So hat die ANTIFA an der TU BERLIN schon 2005 ein Bündnis verschiedener Berliner Gruppen gegen die Bueso gegründet, um eine wirkungsvolle Gegenaufklärung zu betreiben.

Hier wird der Parteiführer ganz offen als klar faschistischer und extrem autoritärer Machtmensch bezeichnet.

 

Fazit

Trotz vordergründig guten Grundsätzen und unterhaltsamen Ideen ist die Bueso sicherlich alles. . . – nur keine Instanz für Solidarität, geschweigedenn Träger des potenziellen Fortschritts der Menschheit.

Von admin, Januar 3, 2009, 00:43 Uhr

Loops & Things -
SunRise

Its us again – right at STARBUCKS -

Remember: To watch the video, you need to have Quicktime Plugin installed on your PC.

Loops & Things: Meet Up at STARBUCKS

Loops & Things is published in ITB under BP Video

Von admin, Dezember 8, 2008, 22:58 Uhr

Auf unserer Kneipen-Tour durch die Dortmunder City sprechen wir regelmäßig über alle möglichen Themen, die gerade wieder in den Schlagzeilen sind, oder über die man einfach mal geredet haben sollte.


Lauscht heute unseren Ausführungen zum Thema “Was bedeutet Religion wirklich – Exemplarische Überlegungen am Samstag Abend”
Um diesen Beitrag anhören zu können muss das QuickTime-Plugin auf deinem Rechner installiert sein.

Was bedeutet Religion wirklich?

Und vonwegen SHOWNOTES :) – der Link zur deutschen Islam-Infoseite -
thanks for listening to us / bis zum nächsten Mal

Von admin, November 30, 2008, 05:59 Uhr

Es werden immer mehr – ProvoKids- und Jugendliche überfluten das Land und nehmen auf nichts mehr Rücksicht; Einbildung oder Wirklichkeit?

Sonntag Nachmittag – Die Bundesligaparty Bielefeld/Bremen ist mehr als gut besucht.
Irgendwo im Zuschauermeer fangen einige höchstens 15-jährige Mädchen an zwei vor ihnen stehende Besucher zu belästigen.
Höhnische, zum Teil beleidigende Worte werden gerufen. Die beiden Opfer reagieren mit Recht verärgert, bleiben aber ruhig.
Beide sind INTO THE BLUE-Reporter, – Die Situation motiviert sie zu folgendem Beitrag.

Stadionbesucher des Bundesligaspiels Bielefeld/Bremen am 23.03.2008
Foto – CWO PICTURES


Bielefeld – Dass es bei Massenveranstaltungen – Fußballspielen ganz besonders – quasi ganz automatisch schnell zu einer drastischen Verschärfung des Umgangstons, sowie des ganzen Verhaltens kommt, ist wirklich nichts neues.
Darauf liegt der Schwerpunkt hier auch keinesfalls. Niemand wird sich ernstlich über das Bild wundern, das eine Horde angetrunkener Fans auf dem Weg zum- und dem Weg vom Stadion bietet. Man meidet diese Aufläufe einfach. Wer selbst Fan oder Zuschauer ist, der tut gut daran sich in nichts einzumischen, immer ja zu sagen und niemanden zu ärgern.
Aber genau das scheinen mehr und mehr Menschen mit Vorliebe zu tun.
Als wir uns plötzlich wüster Beleidigungen und Betitelungen der allerliebsten Art ausgesetzt sahen, war ich zunächst etwas überrascht. Waren wir irgend jemandem in die Quere gekommen oder unbewusst auf die Nerven gegangen?
Kurzes Nachdenken. . . nein, kann eigentlich nicht sein.
Das ganze wird umso absurder, als die Autoren dieser Nettigkeiten allerhöchstens in die achte Klasse gehen konnten.
Ohne Grund – völlig ohne Zusammenhang wird meine Kollegen wegen ihrer Frisur angepöbelt – Minutenlang – immer wieder -
Warum gehe ich hin und versuche Andere mal eben die Stufen runter zu schupsen?

Einzelfall oder neuer Standard?

Immer öfter erreichen uns Erlebnisberichte oder Statistiken, die bekräftigen, dass die Rücksichtnahme auf andere Menschen unter Jugendlichen bis 18 Jahren nicht sehr hoch im Kurs steht.
Stattdessen gilt es als normal, wenn Jeder grundsätzlich genau das tut, was ihm gerade so einfällt. Ob das “OK” ist, ob es Andere stört, belästigt oder sonst irgendwie betrifft… – unwichtig; “Wayne”…”reingehaun; drauf geschissen…”
Zusammenhänge?
Freunde der Statistik behaupten nun, dieses Vorurteil, denn so nennen wir diese Annahme erst ein mal, treffe nun besonders gut auf eben Jene zu, die von der sich beschleunigenden Wandlung der Gesellschaft als Erste abgehängt wurden.
Die beiden Girlys im Stadion waren Realschülerinnen. Ich hatte nicht den Eindruck hier besonders perspektivlose Gesprächspartner zu haben. Im Laufe des Spiels kamen öfter mal ein paar vernünftige Dialoge zustande.

Fazit

Wenn eine Mehrheit der Befragten eine steigende Selbstbezogenheit der Jugend auszumachen glaubt, so lässt sich dies als Faktum werden.
Über die Ursachen oder treibenden Faktoren hinter diesem Faktum aber muss weiter sorgfältig nachgedacht werden.
Dauerhaft hinzunehmen sind die Konsequenzen aber nicht. Jeder einzelne Betroffene tut sicher nichts unrechtes, wenn er sich mit allem nötigen Nachdruck solcher Auswirkungen erwehrt.

Mit Material von CWO PICTURES

Von admin, März 23, 2008, 23:35 Uhr